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Kunstpreis der Deutsch-tschechischen Verständigung

Der Kunstpreis der Deutsch-tschechischen Verständigung wurde erstmalig im Jahr 1994 vergeben. Er wird von der Union für gute Nachbarschaft (Prag) und dem Adalbert-Stifter-Verein (München) verliehen.

Der Preis ist als Doppelpreis konzipiert. Ihn erhält immer eine deutsche und tschechisch Persönlichkeit, die sich für die Beseitigung der Vorurteile, für Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen und für die Verbesserung der Gegenseitigen zusammenarbeit eingesetzthat. Unter den Preisträgern sind zum Beispiel Richard von Wizsäcker, ehemaliger Bundespräsident,   Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Schriftsteller Ludwig Kundera, Jiří Dienstibier, ehemaliger tschechischer Aussenminister.

Preisträger Liste

Rettung des gemeinsamen kulturellen Erbes im tschechischen grenznahen Raum des Böhmerwaldes:

In den letzten  Jahren hat die Union für gute Nachbarschaft deutsch- und tschechischsprachiger Länder wesentlich mitgeholfen, rund 50 Kapellen, Martersäulen, Teile von Kreuzwegen, Waldkapellen und ähnliche Bauten vor dem gänzlichen Verfall zu retten und instand zu setzen. Auch viele Gemeinden beteiligten sich aktiv an dem Projekt.

Erwähnung verdienen vor allem die Aktivitäten der Gemeinde Přídolí/Prienthal bei Český Krumlov und der Stadt Horní Planá/Oberplan, wo u. a. die Kapelle am Aussichtspunkt bei der sog. Stifterfichte neu errichtet wurde, oder auch der Gemeinde Chroboly, deren heutige Einwohner gemeinsam mit früheren deutschen Bewohnern die Wiederaufbauarbeiten der fast völlig zerstörten Wallfahrtskapelle der Jungfrau Maria von Lourdes mit einer Feierstunde abschließen konnten. In dieser Kapelle befindet sich jetzt die Dokumentationsstelle für die ehemalige Pfarrgemeinde Chroboly/Chrobold.

KAP-13Záteskapl.H.Planá